Ein Tag auf der Insel

Heute ein Bericht über meine Lieblingsinsel Hiddensee. Dort verbringe ich alle Jahre wieder den Jahresurlaub.

Wenn man auf der Fähre sitzt (die Insel ist Autofrei), bekommt man schon die Ruhe zu spüren. Einfach herrlich. Am Hafen beim Anlegen wird es noch einmal etwas hektisch, aber dann hat die Insel mich in ihren Bann gezogen.

Es wird dort alles mit dem Fahrrad, dem Kremser oder zu Fuß erledigt. Das Meer, die unberührte Natur alles herrlich zum Abspannen. Am schönsten ist es aber, wenn ab 18.00 Uhr die letzten Tagestouris die Insel verlassen haben. Es ist dann herrlich still und auf den Straßen ist kaum jemand zu sehen. Dann, wenn man Glück hat, hoch zum Dornbusch (dort hat auch das Wetterstudio von Meteomedia seinen Sitz) und den Sonnenuntergang beobachten. An manchen Tagen superschön. Ob der Herr Kreibohm (Meteorologe von Meteomedia) weiß, was er für einen schönen Arbeitsplatz hat? Obwohl ich mir das auch ganz schon stressig vorstellen kann, wenn man tagelang auf der Insel seinen Dienst bei Wind und Wetter (zur Vorhersage immer im Freien) versieht . Ich weiß nicht, wieviel Tage am Stück er auf Hiddensee seinen Dienst versieht, aber wenn man das Nordmagazin verfolgt (tägl. 19.55 Uhr Wetterbericht von der Insel Hiddensee) kommt es einem vor, als wären es manchmal bis zu 3 Wochen.

Wenn man dann mit dem Wetter mal Pech hat (so wie 2004), geht man viel spazieren oder fährt mit dem Rad durch die schöne Natur. Wenn man dann auch mal Hunger verspürt, gibt es z.B. in Kloster ein Bistro welches sich BISTRO AM KLOSTERGARTEN nennt – sehr zu empfehlen. Dort macht der Chef jedes Fischbrötchen vor den Augen der Kunden zurecht. Alles frisch und knackig und so reichhaltig, dass man einen Teller benötigt, sonst kann man es kaum fassen. Da ich viel an der Ostseeküste bin, kann ich sagen, das sind die besten Fischbrötchen die ich je gegessen habe. Auch den Kartoffelsalat, von der Chefin des Hauses frisch zubereitet, ist ein Gedicht.

Dazu wird Lachs frisch aus dem Räucherofen (der vor dem Bistro steht) gereicht. Oder die Fischsoljanka. Total lecker …

Was ich sonst noch empfehlen kann, die Bernsteinwerkstatt von Ingo Engels in Vitte. Sie ist zwar erst immer am Abend geöffnet, aber wenn man noch einen Beruf hat , muß man sein Hobby eben auf den Abend verlegen. Der Herr Engel fertigt aus Naturmaterialien die schönsten Kunstwerke. Manches mit Bernstein versehen, manches mit „ Fundhölzer“ vom Strand. Einfach mal vorbeischauen und das schöne ist, man kann die schönen Sachen auch käuflich erwerben.

Wenn man viel Glück hat und findet einen Bernstein, auch daraus macht der „Meister“ vor den Augen der Kunden etwas schönes wie z.B. Schlüsselanhänger, Kettenanhänger oder es wird mit bearbeiteten Fundholz verarbeitet.

Zum Schluß möchte ich noch unseren Wirtsleuten (schon seit vielen Jahren) ein liebes Dankeschön sagen. Wir fühlen uns bei Euch immer wie zu Hause. Ihr seid immer für uns da, und wenn es einem mal nicht so gut geht. Wer steht an der Tür mit frischen Tee aus Wermut ? Maria der gute Geist. Und wenn man mal Appetit auf ein frisches Hühnerei hat, sind sofort frische Eier zu Stelle? Bleibt noch recht lange gesund und munter Ihr Lieben. Wir freuen und schon sehr auf den nächsten Urlaub bei Euch.

dagmar Verfasst von:

2 Kommentare

  1. fernweh
    10/26/2005
    Antworten

    ja, manchmal möchte man gleich losfahren und sofort auch ein wenig von der ruhe und entspanntheit einer insel wie hiddensee einsaugen. leider hält einen die arbeit von solchen spontanen ausflügen meist ab.

  2. Hans-Theo Janssen
    3/18/2008
    Antworten

    Ja, so ist es. Wenn man Deine Berichte liest bekommt man sofort wieder den berüchtigten Inselvirus zu spüren. Man muss dann sofort wieder hin.
    LG Theo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.